Spielzeugwaffen

Spielzeugwaffen

Über Generationen hinweg spielen vor allem Jungs mit Spielzeugwaffen. Erst geht es mit Platzpatronen zur Sache und im Urlaub sowie im Sommer mit Wasserpistolen weiter. Sobald die Jungs aber größer werden, sind sie zwar älter, aber der Spieltrieb ist weiter vorhanden. Das Kinderspielzeug wird beiseitegelegt und die Spielzeugwaffen für Erwachsene werden gekauft. Wasserpistolen wie die bekannte Supersoker sind natürlich auch bei jugendlichen und erwachsenen Männern noch sehr beliebt aber hier greift man gern auch noch zu ganz anderen Kalibern: Softair, Paintball und Nerf Guns stehen dann auf dem Plan und man bekommt diese Spielzeug-Waffen schon für kleines Geld. Richtig verrückte, große Spielkinder investieren hier allerdings regelmäßig richtig Geld in ihr aus Kindertagen gepflegtes Hobby, mit Pistolen und Gewehren zu spielen. Während Mädchen sich eher auf Puppen und dergleichen konzentrieren, ballern die Jungs eben gern herum – und das gilt im Prinzip für jedes Alter und auch Erwachsene.

Warum spielen wir gern mit Waffen?

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Laut Günther Gugel, dem Geschäftsführer des Instituts für Friedenspädagogik spielen Kinder die reale Welt nach und hier nehmen Waffen nun einmal eine entscheidende Rolle ein. Das fängt im Prinzip schon im frühen Kindesalter an, wo bereits Trickfilme und Kinderfilme durchaus gewaltgeprägt sind. Jeder Cowboy-Film dreht sich im Waffen und deren Anwendung und selbst bei Animationsfilme und Zeichentricksserien wie Tom & Jerry wird gekämpft. Speziell Jungs übernehmen diese bereits zum Kampf und spielen das eben oft mit kleinen und großen Spielzeugwaffen nach. Zudem haben Jungs und später auch Männer eine höhere Gewaltbereitschaft und kämpfen gerne darum, wer der Stärke und Bessere ist. Mädchen dagegen wenden sich hier eher ab oder aber schauen sich das Spektakel gern auch an – das hängt vom jeweilige Typ „Frau“ ab. Eine andere psychologische Betrachtung ist die Tatsache, dass sich Jungs gern in der Rolle als Angreifer und Mädchen in der als Verteidiger sehen. Schon bei kleinen Wanderausflüge offenbart sich genau diese Rollenverteilung: während Mädchen eher herumstromern und Höhlen pflegen nutzen die Jungs jeden Ast als Spielzeugwaffe und setzen sie spielend gegen ihre Kontrahenten ein oder kämpfen gegen imaginäre Feinde.

Worauf sollte man bei Spielzeugwaffen achten?

Spielzeugwaffe

Oft stellen sich Eltern die Fragen, ob man Kindern das Spielen mit Waffen verbieten soll oder nicht. Im Prinzip sind die meisten Spielzeugwaffen unbedenklich und nicht physisch gefährlich – man sollte den Kids jedoch ein paar Grundregeln beibringen. Eine wichtige Regel für Kinder beim Spielen mit Waffen lautet: nicht auf Menschen und Tiere schießen. So kann man „echte“ Aggressionen gegenüber Lebewesen abwenden und den Kindern von Anfang an klar machen, dass auch Spielzeugwaffen das sind, was sie sind: Spielzeuge. Aggressionen mit ihnen abzubauen wird auch von Experten nicht unbedingt pauschal als Problem eingestuft. So sagt auch Günther Gugel, dass Spielzeugwaffen nicht generell eine schädliche Wirkung haben und sie zum Abbau von angestauten Aggressionen sogar helfen können. In Verbindung mit problematischen Familienstrukturen und/oder der fehlenden Aufklärung und Kontrolle der Eltern kann auch das Spielen mit Waffen zum Problem werden und die Gewaltakzeptanz gegenüber Menschen bedenklich steigern. Ein weiterer Faktor ist die Spielzeugwaffe selbst – also das Aussehen und die Haptik. Umso realistischer diese sind, desto „gefährlicher“ sind sie auch für die Psyche der Kinder.

Spielzeugwaffen im Test

Nerf Zombie Strike Slingfire im Test

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Die meisten Nerf Guns funktionieren auf die gleiche Weise – die Slingfire ist anders. Ganz anders! Dann das Design dieser Spielzeugwaffe ist einem Winchester Gewehr nachempfunden, dass mittels Einhandbügels nachgeladen wird. Und genauso ist es eben auch bei der Nerf Zombie Strike Slingfire: man ...

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Spielzeugwaffen für Kinder und Erwachsene

Erwachsene dagegen können in der Regel aufgrund ihres weiterentwickelten Verstandes sehr wohl Spiel und Realität voneinander trennen. Hier sind dann auch realitätsgetreue Spielzeugwaffen (z.B. bei Softair-Waffen) kein Problem. Kinder dagegen sollten je nach Altersstufe eher offensichtliche Spielzeuge bekommen, die weniger nach echten Waffen aussehen. So gibt es z.B. kleine Seifenblasenpistolen, die sowohl in der Optik als auch Anwendung vollkommen harmlos sind. Solche „Bubble Guns“ bekommt man oft schon für deutlich unter 10 Euro und sind auch für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Ab einem Alter von 7-8 Jahren kann man auch Spielzeugwaffen mit Platzpatronen verschenken. Der Klassiker ist hier ein typischer Cowboy-Revolver mit Trommel und Zündhütchen, welche es schon aber 15 Euro zu kaufen gibt. Wichtig: solche Spielzeugwaffen erzeugen einen ziemlich lauten Knall, der schnell eine Lautstärke von über 120 Dezibel erreichen kann. Daher sollte man hier die Kinder aufklären, diese Spielzeug-Waffe nicht in Kopfnähe auszulösen. Deutlich leiser geht es zum Beispiel mit einer Gummiband-Pistole zur Sache. Hier wird auf einer kleinen Holzpistole eine Gummiband gespannt und durch betätigen des Abzugs wird es nach vorn geschleudert. Auch wenn eine solche Spielzeugwaffe harmlos ist, sollte man als Eltern darauf hinweisen, nicht auf den Kopf zu zielen, denn auch ein Gummiband kann (z.B. im Auge) schmerzhafte Folgen haben. Noch harmloser ist hier z.B. eine Konfettipistole, welche außer ein paar kleinen Papierschnipseln keinerlei Gefahr darstellt. Gerade auf Partys sind solche Spielzeugwaffen ein beliebter Gag auch bei Erwachsenen. Auch bei Wasserpistolen sollte man grundsätzlich genau hinschauen. Die meisten Modelle sind sicherlich vollkommen unbedenklich, aber größere Varianten können mit ihrem Wasserstrahl einen ordentlich Druck aufbauen und sind daher nichts für Kinderhände.

Softair, Paintball oder Nerf Guns – riesige Auswahl an Spielzeugwaffen

Ebenso wenig gehören Softair-Waffen oder Painball-Markierer in das Kinderzimmer. Auch wenn solche Spielzeugwaffen nicht lebensbedrohlich sind, so können sie bei falschem Gebrauch Verletzungen hervorrufen. Beim Paintball werden z.B. auch Markierer mit deutlich reduziertem Druck an Minderjährige ausgegeben, während die Erwachsenen Spielzeugwaffen ohne Begrenzung erhalten, die gerade aus kürzerer Distanz Prellungen und blaue Flecke hervorrufen können. Gleiches gilt bei Softair-Waffen, denn hier werden kleine Plastikkugeln verschossen, die bei einem direkten Körpertreffer ebenfalls Abdrücke hinterlassen können. Gerade diese Kategorie von Spielzeugwaffen ist in der letzten Vergangenheit oft in Kritik geraden, weil sie weniger wie Spielzeuge, als viel mehr nach echten Waffen ähnlichen. Von Dichtem betrachtet ist natürlich zu erkennen, dass es sich nur im ein Spielzeug handelt. Gerade aber auf größere Entfernung sehen diese Waffen täuschend echt aus, da sie oft realistische Vorbilder haben. Allein aus dieser Perspektive sind es klassischerweise keine Kinderspielzeuge, sondern eher für Erwachsene geeignet.

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